Ein Elternbericht

Niklas’ Mama hat den Austausch sehr intensiv erlebt

Ich bin alleinerziehende Mutter und habe einen 15-jährigen Sohn (Niklas). Gewünscht habe ich ihm immer, dass er einen Schüleraustausch macht. Für einige Zeit woanders zu leben, sich auf andere Menschen einzustellen, nicht zuletzt der Spracherwerb.
Dann das Austauschkind bei uns, ihn kennenzulernen, sich auf ihn einzustellen und viel über sein Leben und seine Kultur zu lernen. Eben unser Leben mit ihm zu teilen.
Das klingt alles vielversprechend, aber mit unserem Status, bzw. meinem Stempel „Alleinerziehend“ bin ich jedoch davon ausgegangen, dass wir nicht so schnell einen Austauschschüler bekommen. Allgemeinhin möchte man doch sein Kind ganz gern in eine Familie hineingeben, in der zwei Erwachsene sind.
Falls es mal so richtig krachen sollte, fehlt vielleicht eine weitere wichtige (erwachsene) Bezugsperson…und außerdem fragt sich sicher der ein oder andere: „Alleinerziehend. Hm…geht denn dort auch alles mit rechten Dingen zu?“

Es hat alles sehr gut geklappt

Aber, um den Schluss mal vorwegzunehmen: Es hat alles sehr gut geklappt. Wir hatten zusammen viel Spaß und es war eine sehr, sehr schöne und auch lernintensive Zeit! Damit meine ich, dass sich alle gut aufeinander eingestellt haben.
Und Quentin, unser Austauschkind, möchte bald wiederkommen (was sicher nicht zuletzt an den Mädchen aus der Schulklasse liegt).
Niklas hat sich um unseren Austauschschüler kümmern müssen – er war schließlich fast den ganzen Tag mit ihm zusammen – und hat somit quasi ein Sozialtraining absolviert, das ihn sehr angestrengt hat – letztendlich hat er unglaublich daran gewonnen!
Falls irgendwas schwierig oder problematisch ist, besteht für die Kinder auch immer die Möglichkeit, mit der Bezugsperson von „adolesco“ Kontakt aufzunehmen. Ich glaube, das allein gibt Sicherheit und nimmt viel Druck aus dem ganzen. Und unter Umständen fühlt man sich nicht so isoliert.
So, zurück zum Anfang:

Niklas in Frankreich

Niklas war zuerst bei Quentin in Frankreich. Fünf Wochen hat er ihn in seinem Alltag begleitet und dank der Gasteltern hatte ich einen guten Einblick darüber, dass er sich auf Familie und Schule gut eingestellt hat. (Niklas selbst hat von vornherein ausgeschlossen, sich bei mir regelmäßig zu melden: „Mama: Anrufen werde ich auf keinen Fall(!) und erst recht nicht skypen!!“
Da ich die Meinung vertrete, dass man sich auf neue Gegebenheiten nur gut einstellen kann, wenn man mit den Gedanken nicht ständig an seiner Heimat hängt, war das für mich jedoch vollkommen in Ordnung: „Okay. Wenn ich von dir nichts höre, gehe ich davon aus, dass es dir gut geht.“
Dass er aber gut in Frankreich gelandet ist und die Familie gefunden hat, sollte er mir zumindest per SMS schreiben – und das hat er auch gemacht.)
Nach den fünf Wochen kam er schon mal sehr ausgewechselt zurück – im positiven Sinn: deutlich aufmerksamer und hilfsbereiter.
Kurzes Beispiel:
Ich: „Hilfst du mir dann mal im Garten?“
Niklas steht auf: „Klar! Jetzt?“
Ich: „?????…Ja! Gerne jetzt!“
Abgesehen von seinen wachsenden Französischkenntnissen hat er so viel erlebt: Land und Leute kennen gelernt, sich auf z.T. vollkommen andere Abläufe und Regeln eingestellt und das alles in einem ihm unvertrauten Land.

Weiter geht’s in Deutschland

Quentin, unser französisches Austauschkind, ist ca. drei Wochen später mit fast keinen Deutschkenntnissen(!) bei uns angekommen. Vor dieser sportlichen Einstellung hatte ich schon mal großen Respekt!
Niklas und er haben aber viel auf Französisch oder Englisch gesprochen, ich blieb eisern bei Deutsch, dann oft mit Händen und Füßen, viel Gestik (verbunden mit viel Lachen) und manchmal mit einem leisen, verzweifelten Flüstern des entsprechenden französischen oder englischen Wortes.
Aber Quentin ist sprachbegabt und hat gleich viel verstanden.
Er hat von sich aus hier und da mitgeholfen den Tisch zu decken und abzuräumen, den Geschirrspüler mit auszuräumen etc., eben diese Kleinigkeiten im Haushalt mitgemacht, die man in den ersten Tagen sowieso thematisiert hätte. Das war schon mal ein guter Start.
In unserem Putzplan hat er sich dann zwei Sachen ausgesucht, die ca. einmal pro Woche (oder aller zwei Wochen, …manchmal auch drei – an den Tagen war immer viel los… ein Termin jagte oft den nächsten) erledigt wurden.

Neue Begeisterung für ein vergessenes Hobby

Am zweiten Wochenende fand ein JazzWorkshop für Jugendliche statt, in den wir Quentin mit seiner Zustimmung (zwei Monate vorher) angemeldet hatten.

Er ging zugegebenermaßen erstmal mit Vorbehalten hin, da er schon seit einiger Zeit keinen Klavierunterricht mehr hatte und sich kurz vor Beginn nun doch Angst und Panik meldeten – kurzzeitig wollte er dann gar nicht mehr hin („??Klavier? Ich? …Nein! Ich spiele kein Klavier! Ich habe schon sehr lange keinen Unterricht mehr!“).
Dabei hatte er doch in Frankreich noch zugestimmt – aber mit gutem Zureden meinerseits („Probier´s doch erstmal. Und wenn´s dir nicht gefällt, hole ich dich eben wieder ab.“) habe ich die zwei schließlich doch zusammen hingefahren.
Im Nachhinein glaube ich, war es die schönste Zeit, die er hier hatte, denn er ist nicht nur über seinen Schatten gesprungen und hat sich dort integriert, er hat darüber hinaus in einer zwanglosen und lockeren Atmosphäre einen freien und kreativen Zugang zur Musik entwickelt. Und das hat ihm richtig Spaß gemacht!
(Am Ende wollte er einem der Dozenten noch hinterherfahren, um sich die noch fehlende Unterschrift für das Poster des Workshops als Erinnerung abzuholen.)
Auch hier zu Hause steht ein Klavier – er hat sich immer häufiger mal drangesetzt und auch mit Niklas oder mir etwas gespielt. Das war klasse und hat mich (und auch seine Eltern, denen ich ab und an ein Video davon zugeschickt habe) sehr gefreut.
In unseren Gospelchor haben wir ihn auch mitgenommen. Viele Lieder werden dort mit Vor- und Nachsingen eingeübt. Da er hier wenig Erfahrung hatte, fiel ihm das etwas schwerer. So hat er dementsprechend bei manchen Liedern nicht mitgesungen, was aber auch vollkommen in Ordnung war.
Die Leute im Chor sind sehr interessiert und offen. Als Franzose wurde er in den Pausen von den anderen häufig angesprochen. Meist auf Englisch. So sah ich ihn fast immer im Gespräch.

Viele Aktivitäten

Ansonsten haben wir unsere Freizeit recht intensiv gestaltet: An einem Tag waren wir in Hamburg, dann im Wattenmeer (das war aber gar nichts für ihn – offensichtlich hat er es trotz unserer Beschreibung zuerst mit einem Strand verwechselt: „Klar, kenn ich – ich bin darin geboren!“. Dann jedoch die Erkenntnis als er im Watt war: „?Häh? Ääähiiiih…nein…das ist nichts für mich!“ Und draußen war und blieb er!).
Für vier Tage sind die zwei allein nach Hannover zu meinen Verwandten gefahren – in der Schule war frei, weil die Abiturprüfungen durchgeführt wurden – und dort war gerade die „Fête de la Musique“: 1200 Musiker auf 40 Bühnen in der Stadt verteilt. Zum Teil mit der Möglichkeit, mitzumachen. Voll gut!

Und bei uns sind wir schwimmen gegangen, wir waren Fahrradfahren, einmal beim „Laser tag“ und Quentin hat im ortsansässigen Sportverein Tennis gespielt. Ich fand es wichtig, dass er hier mal etwas komplett ohne Niklas und mich machen konnte, sein eigenes „Ding“ eben. Er kam immer sehr geschafft und glücklich von dort zurück.

In der Schule

In der Schule hat Quentin viele neue Kontakte gefunden, und nicht nur einmal haben sich Niklas und er nach der Schule mit einigen Freunden getroffen. Sie waren auch zu Geburtstagsfeiern eingeladen, aber an ein paar Wochenenden haben sie sich auch einfach so verabredet – meistens zu Filmabenden.
Im Unterricht selbst war er voll mit eingebunden: Nicht nur mündlich, sondern auch schriftlich wurde er gefordert.
Ich fand es toll, dass die Lehrer auf ihn eingegangen sind – letztendlich für sie ein Schüler mehr, der differenziert behandelt werden musste, was zusätzliche Arbeit bedeutet. Vielen Dank an dieser Stelle!
Die Atmosphäre in der Klasse ist besonders gut, und Quentin hat das sehr bewusst wahrgenommen. Nach seinen 10 Wochen bei uns fiel ihm der Abschied von den neuen Freunden besonders schwer. Er hat bei uns eine Abschiedsfeier gegeben und es gab Fondue (Fleisch- und Käsefondue) in unserem Garten. 10 Leute waren da und ich gehe mal davon aus, dass nicht nur in unserem Dorf alle mitbekommen haben, dass in unserem Garten gefeiert wurde (Lachen, Kreischen…).
Am Ende des Essens wurde der Esstisch zur Tischtennisplatte umfunktioniert. Eine fröhliche Gesellschaft, die nachher noch einen Nachtisch gemacht hat („Schneegestöber“).

Ein Fazit

Insgesamt war es eine richtig gute Zeit! Ich war im regelmäßigen Austausch mit unserer Begleiterin von „adolesco“. Mit ihr hat es von Anfang an gut gepasst, ich habe mich gut beraten und auch unterstützt gefühlt. Zu wissen, dass sie für Niklas genauso da war, fand ich gut. Für den Fall eines Notfalls war das beruhigend für mich. Und sei es nur, dass er ihr schreiben konnte, ob es insgesamt gut passt oder hier und da etwas kriselt. (Ist nicht vorgekommen, aber das weiß man ja vorher nicht.) Regelmäßig habe ich ihr geschrieben, wie es bei uns ist. Niklas musste Quentin besonders am Anfang sozusagen „an der Hand nehmen“. Das hat ihn in mehreren Situationen richtig angestrengt.

Hier ein Beispiel: Der Schulbus hatte Verspätung und mit den 10 Minuten, die sie laufen mussten, wurde die Zeit zum Beginn der ersten Stunde sehr knapp. Niklas wollte losrennen, Quentin aber vertrat die Meinung, dass er ja schuldlos an dieser Verspätung sei und er es gar nicht einsehe, jetzt loszurennen. Niklas fühlte sich nun hin- und hergerissen, wollte keinen Ärger, mochte Quentin aber auch nicht zurücklassen. Später in der Reflexion hat die Auseinandersetzung mit solchen Herausforderungen Niklas und mich nochmal richtig zusammengeschweißt. Dafür bin ich besonders dankbar. Sind doch Jugendliche im Alter von 15 …allgemeinhin… naja… mitunter etwas …unentspannt. Aber sein Blickwinkel für viele Situationen wurde verändert und letztendlich sehr bereichert. Niklas selbst ist bewusst geworden, dass er gelernt hat, deutlich mehr Verantwortung für andere zu übernehmen. Er hat auch als positiv bewertet, dass der Tagesablauf insgesamt geregelter war: In Frankreich wird immer zusammen gegessen – dafür nur dreimal pro Tag. Diese Regel haben wir hier gern übernommen. Zurückblickend hat der gesamte Austausch richtig guten Wind in unseren Alltag gebracht und ich bin sehr froh, dass wir daran teilgenommen haben! Der Kontakt zur Familie in Frankreich besteht und wir freuen uns, wenn Quentin noch einmal herkommt.

Elinors ereignisreicher Austausch Teil I

Es waren drei Monate : Eine unvergessliche Zeit hier in Deutschland

Hallo ich bin Elinor.

Ich wollte schon immer mal einen Austausch mit Frankreich. machen. Als wir dann im Internet Adolesco gefunden hatten, haben wir gleich einen Termin in Kassel bekommen. Zwei Wochen später haben wir auch schon eine E-Mail zugeschickt bekommen. Wir haben Bilder von der Familie in Frankreich erhalten. Am nächsten Tag hat uns gleich die Familie angeschrieben. In drei Wochen sollte meine Austauschschülerin aus Frankreich kommen. Sie wollte vom 18 Mai bis zum 10 August in unserer Familie leben. Als es dann soweit war, haben meine Eltern meine Austauschschülerin Agathe vom Flughafen in München abgeholt. Als Agathe dann endlich da war, habe ich ihr erst mal das ganze Haus gezeigt.

 

Eine Geburtstagsparty mit Freundinnen

Am nächsten Tag ist sie dann gleich mit mir in die Schule gegangen und hat meine Freunde kennengelernt. Am Nachmittag haben wir dann für meine Geburtstagsparty einen Kuchen gebacken. Am Samstag sind dann alle meine Freundinnen zu meiner Feier gekommen. Wir sind in den Kletterwald gefahren und am Abend haben wir noch eine Nachtwanderung gemacht.

 

 

 

Schulzeit

Dann war hier natürlich wieder Schule angesagt. Aber immer, wenn wir die Hausaufgaben gemacht haben und alles getan war, sind wir in den Garten zum Spielen gegangen.

 

Die Wochenenden

Am Wochenende waren wir mit meinen Freunden im Skyline Park. Es war richtig toll, so viel Spaß zusammen haben zu können. Ich bin mit den anderen Mädels Sachen gefahren, die ich mir im Leben nie zugetraut hatte. Am nächsten Tag sind wir mal ins Nautila nach Illertissen gefahren. Es ist toll, dass es dort so viele Rutschen und Becken gibt. Wir hatten die ganze Zeit Spaß. Es gab keine einzige Sekunde, wo es uns langweilig war.

 

 

 

An allen Tagen hatten wir Sonne und heißes Wetter. Wir haben einen Gartenschlauch angeschlossen und sind dann ins Trampolin gegangen. Meine Eltern haben uns mit dem Wasserschlauch nass gespritzt. Wir haben große und kleine Luftballons mit Wasser gefüllt und uns damit gegenseitig nass gemacht.

 

 

Ausflug in den Pfingstferien

Unsere Gemeinde hat eine Partnerschaft mit Coubron bei Paris. In den Pfingstferien sind wir mit Agathe und einigen Leuten aus dem Partnerschaftsverein und dem Bürgermeister nach Coubron gefahren. Ich, Agathe und mein Papa waren zusammen in einer Familie. Wir waren mal im Schloss Chantilly und haben dort einen wunderschönen Tag verbracht. Einmal waren wir auch auf einem Schiff unterwegs auf der Seine.

Ein Sommer in Deutschland

Als wir wieder zuhause waren, waren wir shoppen und haben uns wunderschöne Kleider für den Sommer gekauft. Wir haben dann immer eine Modenschau gemacht und unsere neuen Kleider meinen Eltern vorgestellt. Wir sind oft um die Mittagszeit mit Kirschen raus in den Garten gegangen. Dort haben wir immer Kirschkernspucken gemacht . Bei uns kommt jedes Jahr immer freitags ein Eiswagen. Dort haben wir uns jeden Freitag, immer wenn es sehr heiß war, ein
schönes kaltes Eis geholt. Ständig waren wir auf meinem Trampolin. Wir haben dort oft den ganzen Nachmittag verbracht weil uns einfach so viel eingefallen ist, was wir für Spiele oder lustige Figuren machen könnten.

Am nächsten Tag wurde es ganz spannend. Ich und Agathe durften in ein Zeltlager in den Pfingstferien. Wir waren im „ Circus Pimparello“ . Wir kamen mit komplett fremden Mädchen in ein Zelt. Für Agathe war es noch sehr schwer weil sie noch nicht so gut Deutsch konnte. Wir hatten am ersten Tag einen Rundgang. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt und haben uns alle Circus Aktivitäten, die wir lernen können, vorgestellt. Wie zum Beispiel : Trapez, Diabolo oder auch Tuch. Wir durften uns danach aussuchen welche Circus Nummer wir lernen wollen. Ich habe mich für Diabolo und Agathe fürs Trapez entschieden. Wir hatten immer mittags 2 Stunden Mittagspause und durften dann zum Schwimmen oder zur Erholung gehen. Nachmittags hatten wir immer Spiele und Abends auch wieder Programm. Am Ende derWoche gab es dann eine riesengroße Aufführung für alle Eltern.

Alltag im Austausch

Nach den Ferien gab es bei uns in der Schule für die Klassen 5-7 ein großes Fußball Turnier. Agathe wollte unbedingt mitmachen. Sie hat zwar nicht so viel spielen dürfen aber war trotzdem eine tolle Erfahrung für sie gewesen.

Einmal hatte eine meiner Freundinnen Geburtstag. Auch wir wurden eingeladen. Wir haben dann auch bei ihr übernachtet. Es hat sehr viel Spaß gemacht.

Meine Eltern haben eine Tanzschule. Immer Sonntags Abends bringen sie Leuten das Tanzen bei. Wir waren auch einmal mit. Nach diesem Abend hat es uns so gut gefallen das wir dann jeden Sonntag zum Tanzen gegangen sind. Es gab mal einen Tag der offenen Tür bei uns im Musikverein. Wir sind da hingegangen
und durften ganz verschiedene Instrumente ausprobieren, wie zum Beispiel : Querflöte, Posaune, Horn, Trompete und noch viel mehr. Wir haben auch mal bei meiner Freundin übernachtet und sind am nächsten Tag in die Stadt zum Shoppen gefahren.

Meine Eltern und ich hatten einen Ausflug zum Steine klopfen geplant. Dort kann man Urwelt-Schnecken aus dem Schiefer mit Hammer und Meißel holen.
Auf der Hinfahrt gab es einen Riesen langen Stau. Irgendwann sind wir alle aus dem Auto ausgestiegen. Danach haben ich, Agathe und meine Mama den anderen Autos von der anderen Seite zu gewinkt. Alle Autos und Motorradfahrer haben uns zurück gewinkt. So haben wir zwei Stunden verbracht. Beim Steine Klopfen angekommen haben wir tolle Fossilien gefunden.

Danach waren wir noch in der Tiefenhöhle in Laichingen. Wir haben Agathe das Wort „HÖHLE“ sprechen lassen. Das war so lustig, dass wir ihr dann auch noch „FISCHERS FRITZ FISCHT FRISCHE FISCHE“ und das Wort „NACHHER“ beigebracht haben.

Meine Oma und mein Opa wollten auch mal mit uns einen Ausflug machen. Wir waren im Steiff Museum . Das war richtig richtig toll. Dann war mal wieder eine Freundin bei uns. Wir haben ganz normale weiße Hemdchen zu einem wunder schönen Sommer Top umgenäht.

Wir waren auch ganz oft im Allgäu. Wir waren dort auf zwei Rodelbahnen. Dieser Tag war so genial. Wir waren auch einmal in der Breitach Klamm. Am Ende der Klamm sind wir am Ende von Deutschland rausgekommen und waren an der Grenze von Österreich, da ist Agathe richtig ausgerastet. Sie saß auf der Grenze, ein Bein in Deutschland, das andere in Österreich!

 

 

Ich und meine Freundinnen hatten eine Abschluss Party für Agathe geplant. Am letzten Schultag gleich nach der Schule sind meine Freundinnen gekommen. Wir hatten einen Riesenspaß. Wir haben sogar extra einen Tanz auf ihr Lieblingslied geprobt. Ihr hat es sehr sehr gut gefallen. Am Abend gab es eine Gruselwanderung und danach haben wir noch Luftballons mit Grüßen in den Himmel steigen lassen.

Sommerferien in Deutschland

Mein Vater ist Technik Lehrer und hat einen Schüssel für die Schule und den Technikraum, wo er arbeitet. Wir waren in den Ferien noch ganz oft im Technikraum und haben große und kleine tolle Sachen hergestellt. Es gibt bei uns für jeden in den Sommerferien ein Ferienprogramm. Agathe hatte sich für Wakeboard angemeldet. Ihr hat dieser Tag sehr viel Spaß gemacht. Mal wieder waren wir im Allgäu wandern und sind danach ins Wonnemar gefahren. Dort habenwir alle Rutschen getestet und sind sie gefühlt tausend Mal gerutscht. Es gab zum Beispiel : eine Reifenrutsche und die Kamikaze oder dunkle Rutsche oder eine ganz normale.

 

 

Meine Eltern machen jedes Jahr auch selber Ferienprogramm. Sie bieten immer Höhenwanderung im Allgäu an. Dieses Jahr waren auch ich und Agathe dabei. Wir sind eine schöne kleine Wanderung gelaufen. Nach dem wandern sind wir auf dem Alpsee Tretboot gefahren. Danach sind wir noch Minigolf spielen  gegangen.

 

 

Am Wochenende sind ich; Agathe und meine Mutter nach Tripsdrill gefahren. Ich gehe jetzt schon seit drei Jahren nach Tripsdrill . Es ist dort wunderschön. Als wir angekommen sind und wir unseren Schäferwagen bekommen haben, war auch Agathe erst mal überwältigt. Wir sind dann gleich am ersten Tag in den Erlebnispark gegangen. Ich habe ihr so viele tolle Sachen gezeigt die ich liebe.

 

 

Wir sind Kettenkarussell, Badewannenrutsche, Gugelhupf, lustige Fahrrädern und noch viel viel mehr gefahren. Zum Abendessen ging es dann in die Wildsauschenke zum Essen. Am nächsten Tag sind wir zu Frühstück gegangen und danach hat uns ein Züglein abgeholt und zum Erlebnispark gebracht. Als wir dann angekommen sind, haben wir sogar noch meine Freundin getroffen die ganz unabhängig von uns gekommen ist. Wir haben nun so den Tag auch mit ihr verbracht. Meine Freundin war schon das Jahr davor mit mir in Tripsdrill. Meine Freundin und Agathe wollten unbedingt eine Achterbahn fahren die sogar über Kopf geht. Ich wollte und werde so wasmnie in meinem Leben fahren. Als die beiden dann wieder aus der Achterbahn wieder raus kamen haben sie mir ganz stolz erzählt, wie toll es war. Agathe war überwältigt von diesem Adrenalinschub. Der nächste Tag war auch schon unser letzter Tag in Tripsdrill. Nach dem Frühstück haben wir noch Ziegen gefüttert und haben eine Greifvogelschau angeschaut. Wir haben wunderbare Vögel gesehen. Als die Show vorbei war haben wir uns auf den Weg nach Hause gemacht.

Der Austausch geht zuende – erst einmal

Am Mittwoch danach war schon wieder die ganzen drei Monate vorbei. Drei Monate war Agathe bei mir zu Hause. Hat meine Freunde, Familie, meine Klasse, alle Menschen aus meinem Leben kennengelernt. Aber das Tolle war, dass mich ihre Familie eine Woche zu ihnen nach Frankreich eingeladen hat (Anmerkung Adolesco: der zweite Teil des Austauschs ist erst für den kommenden Sommer geplant). Am Tag von Agathes Abreise bin ich also mit ihr nach Frankreich geflogen.

Meine Eltern haben uns zum Flughafen nach München gebracht. Als es dann soweit war, haben wir uns von meinen Eltern verabschiedet und sind ins Flugzeug gestiegen. Nach einer Stunde und fünfzehn Minuten sind wir endlich in Lyon angekommen. Am Flughafen haben uns schon ihre Familie erwartet. Nach einer Stunde Fahrt mit dem Auto sind wir bei ihr zu Hause angekommen. Sie haben mir ihr Haus und ihren großen Garten gezeigt. Danach habe ich mein Zimmer bekommen. Am nächsten Tag habe ich ihre Freunde kennen gelernt . Wir haben tolle Sachen miteinander gemacht. Am Tag darauf sind wir in einen Kletterwald bei ihnen in der Nähe gefahren. Am Mittag sind wir an einen See gefahren. Dort habe ich den Rest ihrer Familie kennengelernt.

Ein paar Tage später habe ich dann Agathes Hobby kennengelernt. Sie läuft oder rennt mit Hunde. Ich durfte auch teil an ihrem Hobby nehmen. Wir sind mit den Huskys fünf Kilometer durch den Wald gelaufen. Am Abend sind wir mit ihren Eltern in ein Restaurant gegangen. Am nächsten Tag sind wir mit einem Roller durch die Berge gefahren. An meinem letzten Tag sind wir mit ihren Freunden ins Freibad gegangen. Am Abend habe ich noch meine restlichen Sachen gepackt. Am nächsten Tag haben mich Agathe und ihre Eltern zum Flughafen nach Lyon gefahren.

 

Als ich wieder in Deutschland am Flughafen München angekommen bin, hat schon in diesem Moment etwas gefehlt. Als ich wieder zu Hause war, ist mir erst klar geworden, dass jetzt alles vorbei ist. Agathe ist für mich wie eine Schwester geworden. Die erste Woche alleine war schon noch etwas schwer. Aber als die Schule wieder angefangen hat war ich dann wieder richtig in meinem normalen Alltagdrin. Aber es wird immer irgendetwas fehlen weil diese drei Monate einfach unglaublich waren.

 

 

Fortsetzung folgt….

2018 im Sommer werde ich dann zwei Monate nach Frankreich gehen. Ich freue mich schon sehr auf die Zeit. Ich freue mich noch mehr, Agathe wieder zu sehen. Es waren hier in Deutschland unglaubliche drei Monate. Ich werde sie nie in meinem Leben vergessen. Auch dass wir uns gefunden haben war ein Riesenglück. Ich bin so froh, dass es so so wunderschön geworden ist !

3 Monate Spanien im Sommer vergehen wie im Flug

Schüleraustausch in Madrid vom 3.06.-4.10.2015

 

Die Entscheidung

Als ich 12 Jahre alt war, kam mein Lehrer zu mir und fragte mich, ob ich einen Austausch machen möchte. Erst war ich etwas skeptisch, aber als ich mich näher darüber erkundigt habe, war ich vollkommen begeistert davon und habe ein Profil von mir an „Adolesco“ geschickt. Nach einigen Wochen, bekam ich ein Profil zugeschickt von einem Mädchen in Spanien und habe mich einfach drauf eingelassen. Paar Wochen später, saß ich am 3.Juli 2015 im Flugzeug und wollte bis zum 4.Oktober 2015 in Madrid bleiben. Auf den Weg nach Madrid und konnte vor Aufregung in der vorherigen Nacht nicht schlafen! Diese Aufregung war auch verbunden mit Befürchtungen, ob mir es dort nicht gefällt oder ob ich Heimweh bekommen würde… Jetzt im nach hinein, kann ich sagen, dass beides war manchmal der Fall am Anfang. Aber nach kurzer Zeit, habe ich mich an diese Kultur und an die neue Familie gewöhnt und es fühlte sich vollkommen normal an.

Ferienzeit

Als ich dort war, waren 2 Monate Ferien, wo wir viel davon im Urlaub verbracht haben und haben wunderschöne Momente und Erlebnisse erlebt. Wir waren gemeinsam in Asturias und sind dort in den hohen Wellen geschwommen und haben Sandfiguren gebaut. Als wir für ein paar Tage in den Bergen waren im Norden, waren wir im kalten Pool baden und haben ein bisschen den kleinen Ort besichtigt. Unser längster und auch schönster Urlaub war in Cadiz für 2 Wochen. Als wir dort waren, waren wir oft am Strand in der prallen Sonne und in der Stadt abends am Wasser spazieren. Mein persönliches Highlight war, am frühen Abend am Strand während die Sonne untergeht zu reiten!

Eine passende Austauschpartnerin

Ich hatte in Madrid die Chance einmal die Woche ein süßes Pony zureiten, da meine Austauschschülerin genauso gerne reitet wie ich!

Wie im Flug vergangen

Als der letzte Monat anbrach, ging auch die Schule los und ich lernte ihre Freunde kennen. Im Unterricht bin ich relativ gut mitgekommen, da sie auf eine deutsche Schule geht.
Diese 3 Monate vergingen wie im Fluge und ich wollte gar nicht mehr wirklich weg. Als ich dort war habe ich so viele neue Orte gesehen, Menschen kennengelernt und Spanische Gerichte probiert.
Ich habe nicht nur eine unvergessliche Zeit dort gehabt, sondern habe auch eine Freundin fürs Leben gefunden!

Der Gegenbesuch

Cristina ist im darauffolgenden Jahr für 3 Monate zu mir nach Hamburg gekommen.*

*über diesen Teil des Austauschs hat Alina schon damals berichtet. Hier geht’s zu ihrem Post.

Backen mit den Austauschschülern

Marmorkuchen – ein Klassiker

An manchen Tagen brauchen wir einfach etwas Süßes. Oder einen Zeitvertreib für unsere Austauschschüler, die sich im deutschen Dauerregen langweilen und nicht so genau wissen, wie sie ihren Tag verbringen sollen. Da bietet es sich an, dem “Vorurteil” gerecht zu werden, das im Ausland viele Menschen von den Deutschen haben: sie backen tolle Kuchen! Marmorkuchen ist ein Klassiker und total einfach. Das können die beiden Austauschpartner mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung auch allein hinbekommen. Los geht’s:

 

250 g Butter mit 250 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker und 4 Eiern mit dem Handrührgerät verrühren bis eine glatte Masse entsteht.

 

 

500 g Mehl mit 1 Päckchen Backpulver mischen und abwechselnd mit ca. 1/8 l Milch unterrühren.

 

 

3/4 dieses hellen Teigs in eine gefettete und mit Semmelbröseln ausgestreute Kuchenform füllen.

 

 

In den restlichen Teig 3 EL Kakaopulver, 2 EL Zucker und 3 EL Milch einrühren.

 

 

Den dunklen Teig auf den hellen streichen und mit einer spiralförmig Gabel unterziehen (marmorieren).

 

 

Bei 150-170 Grad (Umluft) ca. 50 Min. backen.

 

 

Abkühlen lassen und mit Schlagsahne genießen!