Bennos Austausch im Sommer 2017 mit Alden aus den USA

In Deutschland hat Alden sich gewünscht, möglichst viele Schlösser besuchen zu können. Da war er ja in Bayern genau richtig!

Besuch im Schloß Nymphenburg

 

 

 

Schloß Neuschwanstein darf natürlich nicht fehlen!

 

 

 

 

Jetzt ist Benno in Denver und verbringt dort 3 Monate mit Alden. Benno schreibt einen Blog über seine Erlebnisse in Denver und teilt ihn mit uns. Vielen Dank, Benno. Hier geht’s zum Blog: benno-bloggt.com

Das Schloss von Versailles

Versailles – Schloss des Sonnenkönigs

Ein Besuch im Schloss Versailles gehört einfach dazu. Es ist Vorbild für viele deutsche Schlösser gewesen und alle Schüler haben von Ludwig XIV gehört und kennen seine Geschichte. Hier lebt sie in den prachtvollen Sälen und alten Möbeln. Ein beeindruckendes Erlebnis.

 

Der Spiegelsaal

Der Spiegelsaal ist weltberühmt. Sicherlich haben hier Bälle stattgefunden. Aber eigentlich ist er nur Verbindungsgang zwischen den Gemächern des Königs gewesen. Hier haben zahllose Bittsteller gewartet, um einen Blick auf den König zu erhaschen und vielleicht seine Gunst zu gewinnen.

 

Graffiti – keine Erfindung unserer Zeit

Auch damals nicht erlaubt aber praktiziert: Graffiti. Während die Bittsteller stundenlang im Gang ausharrten, um den König zu sehen wenn er seine Schlafgemächer verließ, ritzten sie ihre Namen und andere Dinge in die Fensternischen. Einige Einträge kann man heute noch teilweise entziffern, wie diesen: “Lapierre …. 1760”. Wer kann das Mittelwort lesen?

 

Großartige Gartenanlagen

Die Gartenanlagen alleine sind schon einen Besuch wert. Den ganzen Tag lang kann man hier herumwandern und immer neue Geheimnisse entdecken. Es gibt mehrere kleine Schlösser, die der König für seine Frauen bauen ließ und faszinierende Geschichten zu jedem Gebäude und jeder Frau. Für Königin Marie Antoinette wurde ein ganzes Dorf errichtet, das Hameau de la Reine. Dort hat sie mit ihren Kindern “Alltag gespielt” und sie Eier aus dem Hühnerstall suchen lassen.

 

Der Park von Versailles

Nicht nur Flanierwege mit Wasserspiel und gepflegten Gartenanlagen, sondern auch ein Stück Natur findet man hinterm Schloss von Versailles.

 

 

 

Deutsche Traditionen – Brot

Natürlich gibt es Stereotype über Deutschland und die Deutschen. Einige davon stimmen sogar ;-). Die meisten unserer Austauschschüler sind von der Auswahl in unseren Bäckereien überrascht und haben noch nie vorher Schwarzbrot oder Körnerbrot gegessen. Dass eine Mahlzeit nur aus Brot, Butter und Auflage besteht, können sie sich nicht vorstellen. Dies ist also einer der kulturellen Unterschiede, die unsere Austauschschüler bei uns kennenlernen werden.

In einigen Gegenden auf dem Land lebt eine weitere Tradition in den letzten Jahren wieder auf: Brot backen im historischen Backhaus. Wir machen das auch manchmal im alten Backhaus auf unserem Hof in Niedersachsen. Unsere Austauschschüler machen begeistert mit und frisch gebacken aus dem Holzofen schmeckt das Brot gleich noch viel besser.

Das Ergebnis eines produktiven Tages in der Familie. Frisch gebackene und herrliche duftende Brote aus unterschiedlichen Getreidesorten, mit und ohne Körner, mit Sauerteig oder reine Hefebrote. Die Deutschen haben eine unglaubliche Vielzahl an Brotsorten!

 

 

 

Der Ofen in unserem historischen Backhaus ist ca. 2 m lang und es passen ungefähr 40 Brote gleichzeitig hinein. Die Brote werden “frei geschoben”, also direkt auf den Boden des Ofens, der vorher stundenlang mit Holz geheizt worden ist. Das macht sich im Aroma bemerkbar, alle Brote schmecken leicht nach Holzfeuer. Unvergleichlich!

 

 

 

Brot selbst zu backen dauert lange. Der Teig muss angesetzt werden und lange gehen bevor er dann endlich im Ofen gebacken werden kann. Hier ist unser Lieblingsrezept, das bisher noch allen Kindern und Jugendlichen gut geschmeckt hat und auch im Backofen in der Küche gut gelingt:

 

1700 g Weizenmehl (1050), 300 g Roggenmehl (1150), 50 g Salz, 1 Würfel Hefe, 1,5 l handwarmes Wasser

Mehlsorten in einer Schüssel mischen und eine Mulde bilden. Hefe in die Mulde bröseln und ca. 300 ml lauwarmes Wasser dazugeben. Umrühren bis die Hefe sich aufgelöst hat. Diesen Vorteig 3-4 Stunden ruhen lassen. Danach das Salz und das restliche Wasser zugeben und zu einem lockeren Brotteig verkneten.

Den Teig wieder 60 bis 90 Minuten ruhen lassen. Die Teigruhe 2-3x unterbrechen und den Teig nochmals durchkneten. Dann den Teig zu einem Brotlaib formen und auf dem Backblech weitere 30 Minuten ruhen lassen. Vor dem Schieben einen kleinen Schlitz am Brotrand schneiden (sonst reißt es vielleicht ein).

Das Brot im Backofen 250 °C ca. 30 Min. backen, dann Ofen auf 180°C runterstellen und weitere 30 Min. backen. Schmeckt frisch am allerbesten!

 

Pizza geht (fast) immer!

Langeweile? Wie wär’s mit Pizza backen?

Dein/e Austauschpartner/in ist jetzt bei Dir, heute ist nichts Besonderes los und ihr wisst nicht, was Ihr tun könnt? Soooo gut spricht er oder sie auch noch nicht Deutsch und ihr könnt euch nicht über Weltpolitik unterhalten? 🙁

Gemeinsam in der Küche zu stehen, etwas zu Essen vorzubereiten und dabei Vokabeln zu lernen macht Spaß! Und Pizza geht doch fast immer oder? Selbstgemacht schmeckt sie mindestens so gut wie tiefgekühlt. Und jeder kann seinen Lieblingsbelag auf seine Pizza legen. Es dauert allerdings ein bisschen, bis der Teig fertig aufgegangen ist. Die Wartezeit könnt ihr mit dem Kleinschneiden der Zutaten überbrücken. Bestimmt freut sich deine Familie über frische selbstgebackene Pizza (vorausgesetzt, ihr räumt die Küche hinterher wieder auf…).

 

Teig für 2 Backbleche
500 g Mehl (Typ 405), 42 g frische Hefe, 250ml laufwarmes Wasser, 7 EL Olivenöl, Salz

Mulde in Mehl machen, Hefe zerbröseln und mit 100 ml Wasser in der Mulde verrühren. Zugedeckt 15 Min. gehen lassen. Dann restliche Zutaten hinzugeben, verkneten und 1 Std. gehen lassen.
Ausrollen, aufs Blech legen, belegen und bei 250 Grad Unterhitze ca. 15 backen.

 

Sugo
800-1000g Tomaten häuten, entkernen und würfeln, 2 Knoblauchzehen, 5 EL Olivenöl, 1 EL Tymian, Salz, Pfeffer

Knoblauch und Tomatenwürfen in 1 EL Öl andünsten würzen, lange köcheln lassen. Restliches Öl zugeben und pürieren. Für Arrabiata einfach Chilischoten mitkochen.

Viel Spaß beim Kochen und guten Appetit!

 

 

 

 

 

Zucchini-Lasagne – ein tolles Gericht für den Ankunftstag des Austauschschülers

Rezept für Zucchini-Lasagne 

Zucchini-Lasagne ist eine gute Wahl für den Ankunftstag des Austauschschülers. Sie kann gut vorbereitet werden und schmeckt auch aufgewärmt lecker.

Zuerst Kräuter hacken (1 Bd Basilikum, 1 Bd Petersilie, 1 Zweig Rosmarin, 5 Blätter Salbei) und mit Zucchinischeiben (1kg) in Olivenöl andünsten bis die Zucchinischeiben leicht gebräunt sind. Salzen und pfeffern und mit 200ml Gemüsebrühe 15 min. köcheln.

Bechamelsoße zubereiten aus ca. 50 g Butter, einigen Esslöffeln Mehl (langsam anschwitzen) und ca. 1 l Milch (einkochen lassen).

Dann abwechselnd schichten. Mit Bechamelsoße beginnen. Dann Lasagnenudeln, Bechamelsoße, Zucchiniragout, Lasagnenudeln, Bechamelsoße usw. schichten. Mit Bechamelsoße und geriebenem Käse abschließen. Bei 175° 30 Min. mit Alufolie abgedeckt garen. Dann Alufolie entfernen und weitere 20 Min. offen garen. Eventuell zwischendurch den Austauschschüler vom Flughafen abholen und die Zucchini-Lasagne einfach später für die letzten 20 Min. in den Ofen schieben.

Guten Appetit und viel Spaß beim Austausch!

 

 

 

Ein Sommer in Deutschland – Agathe aus Frankreich bei Elinor

Agathe aus Frankreich verbringt den Sommer bei Elinor und ihren Eltern in Süddeutschland.

Die beiden Mädchen verstehen sich prächtig trotz des ungewöhnlich großen Altersunterschieds von mehr als 1 Jahr. Sie sind ständig unterwegs und es kommt keine Langeweile auf.

Agathe und Elinor stürzen sich kopfüber in das Abenteuer ihres Austauschs und Agathe probiert alles aus, was ihr angeboten wird. Schon in den ersten Tagen hat sie viele Freunde auf Elinors Geburtstagsparty und im Freizeitpark gefunden.

 

 

Ein besonderes Highlight war bisher das Circus-Projekt “Pimparello”. Eine ganze Woche lang Zirkusluft schnuppern! Agathe hat am Trapez trainiert und Elinor hat am Boden mit den Diabolos “gezaubert”. Beide Mädchen haben das super gemacht und hatten Spaß bei der Aufführung.

 

 

Apropos Aufführung: Schon reif für den Abtanzball scheinen die beiden jungen Mädchen zu sein, nachdem sie am Tanzkurs teilgenommen haben, den Elinors Eltern geben.

 

 

 

Natürlich gehört zum Alltag in Deutschland auch die Arbeit für die Schule. Elinor ist in Agathes Familie “angekommen”. Sie fühlt und verhält sich wie ein Familienmitglied und genießt ihre Zeit in vollen Zügen.

Doch nicht nur Agathe erlebt viel Neues in diesem ersten Teil des Austauschs. Auch für Elinor ist vieles anders als gewohnt. Sie ist ein Einzelkind und erlebt einmal für einige Wochen das Familienleben mit Schwester. Noch gewinnt Agathe haushoch wenn die beiden sich einen Ringkampf auf dem Trampolin liefern. Aber wer weiß, Agathe, nimmt Dich in Acht. Das kann sich ändern….